Da meine Madam der Meinung ist, dass sie schon alles kann, wird sie immer schneller auf der Fährte. Sie fliegt so über die Fährte, dass sie regelrechte Kopfstände macht, wenn sie ein Leckeli gefunden hat. Sowas kann ich natürlich nicht gebrauchen, sie soll ruhig und konzentriert arbeiten. Deshalb gehen wir einen Schritt zurück, dafür hab ich einen guten Tipp bekommen und der sieht so aus:
Was braucht man?
Wiese, 1 Ring Fleischwurst – 1cm Stückchen, 1 großes Stück, 5 m Leine sollte ausreichen.
Wie oft?
2 mal die Woche
Ein 2 x 2 m großes Quatrat treten und schon 20 Stückchen der Wurst in den Boden einmassieren – man sollte davon nix mehr sehen. Dann ein Paar Stückchen über das Quatrat verstreuen und eine 3/4 Stunde liegen lassen. Das ganze sollte da statt finden, wo viel Ablenkung für den Hund da ist. Kein Fährtenschild benutzen, sondern 1 m vorher irgendwie anders markieren.
Hund am Rand des Quatrates mit “Such” ansetzen. Wenn er alle Stücke gefunden hat, immer wieder Würstchen nachstreuen, aber so, dass er es nicht sieht. Das 1. Mal sollte der Hund 15 min suchen, bevor das große Stück geworfen wird. Hat er es gefunden, wird er gelobt und aus dem Quatrat geführt, auch dann, wenn noch Stückchen vorhanden sind.
Auch um das Quatrat während der Suche herum laufen um für Ablenkung zu sorgen. Die Leine wird bei dieser Suche nicht gehalten, sondern liegt am Boden. Sie ist nur zu Sicherheit, falls Hundi stiften gehen will oder viel zu weit aus dem Quatrat kommt.
Ziel ist es den Hund 30 min suchen zu lassen. Hier drin lernt er ruhig und konzentriert zu bleiben, auch wenn er mal nix findet. Erst wenn der Hund 30 min sucht ohne großartige Ermüdungserscheinungen, kann man zur Fährte übergehen – das ist aber ein anderes Thema. Ist übrigens auch sehr gut zum Welpenaufbau geeignet.
